Sicherheit -3 Monate Bali 10/12

Unter den Digitalen Nomaden hat es Umfragen gegeben, warum sie sich für einen bestimmten Ort in der Welt entscheiden. Neben schnellem Internet und guter Infrastruktur (Workspaces etc.) ist ein wesentlicher Aspekt die Sicherheit. Die gefühlte wie die reale.

Vermutlich bin ich einfach nur eine ängstliche Person. In wuseligen Bahnhöfen, wo tausende Menschen sich drängen, sehe ich mich ständig als bevorzugtes Opfer. Der Bauer aus der Norddeutschen Provinz als Weihnachtsgans auf die sich alle Kriminelle zugleich stürzen. Ich weiß, darin liegt eine ordentliche Portion Größenwahn, schließlich gebe es ja auch noch andere die ausgenommen werden könnten. Doch sie meinen mich. Nur mich.  Davon bin ich felsenfest überzeugt.

Zum Beispiel Rom. Den dortigen Hauptbahnhof würde ich nur nackt betreten. Wo nichts ist, kann auch nichts geklaut werden. Nicht das Italien oder Rom eine unsichere Gegend wären, doch was man so hört…  Ganz anders hier in Canggu. Bisher hatte ich noch keine Situation in der ich mich unsicher oder ängstlich fühlte. Nie hatte ich das Gefühl es würde mich jemand bestehlen und mir mit schlanken Fingern das Portemonnaie aus der Hosentasche ziehen. Selbst im dunkeln am Strand kommt bei mir kein Gefühl von Sorge auf. Das macht den Aufenthalt sehr, sehr angenehm.

Wunderbar, sagte der Fuchs zur Gans, leg dich nur schlafen, dir kann nichts passieren. Schlauen Menschen hier ist es gelungen an meine Kreditkartendaten zu gelangen. Ich beschrieb schon anderer Stelle meine Probleme mit den hiesigen Geldautomaten. Bei einem dieser vergeblichen Versuche an Bargeld zu kommen, konnte, wer auch immer, die Daten auslesen. Nur der guten Überwachungstechnik des Kreditkartenunternehmens habe ich es zu verdanken, dass die Versuche, Geld von meinem Konto zu erbeuten, abgeblockt wurden.

Liebe Füchse, die Weihnachtsgans wurde noch nicht ausgenommen!