Fachartikel

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Scham und Führung

Ganz hinten im Keller, dort wo sich das Gerümpel des Lebens stapelt, dort gibt es eine Tür die stets sorgfältig verschlossen ist. Betreten auf eigene Gefahr steht unübersehbar, in Großbuchstaben, auf ihrer Vorderseite. Wer sich nicht davon abschrecken läßt und hinein geht, sieht sie, die Kreaturen die niemals ans Licht gelangen dürfen. Ihre Namen: Unsere Geheimnisse. Warum sind sie eingesperrt?

Nun ja, ganz einfach, niemand will sie sehen, sie sind ekelig. Unsere Umgebung wäre erschüttert, peinlich berührt, vielleicht sogar abgestoßen. Selbst wenn die Reaktionen nicht so schlimm sind wie wir selbst es befürchten, aus unserer Sicht sind sie immer noch schrecklich genug. Daher bleiben diese Kreaturen im Keller. Versteckt vor der Welt, doch nicht vor uns. Schließlich haben wir sie geboren und dann hierhin weggesperrt.

Michael Slepian, Psychologe an der Columbia University hat erstmals umfassend untersucht, was Geheimnisse mit unseren Gefühlen und Gedanken machen. In einem Versuch bat er Probanden an ein persönliches Geheimnis zu denken und es im weiteren Verlauf des Versuchs zu verbergen. Sie fühlten sich insgesamt erschöpfter als eine Kontrollgruppe, die die Geheimnisse nicht verbergen sollte. Seine Erkenntnis, nicht das Geheimnis lastet auf der Seele, sondern das Leben mit ihm. Wenn die Gedanken darum kreisen, was im Keller für Wesen leben, beginnen wir zu leiden. Laut Slepian vermittelt die Scham das Gefühl nicht authentisch zu sein. Es macht einsam und müde.

In unserer täglichen Arbeit treffen wir viele Entscheidungen. Wohlbegründet und in jedem Falle vertretbar und nachvollziehbar. Doch was ist mit den halb bewußten Dingen, denen wir nicht so genau ins Gesicht schauen wollen. Z.B. einer Entlassung von einer Mitarbeiter*in aus keinem anderen Grunde, als dem, dass wir sie nicht ausstehen können. Oder der vorsätzlichen Falschinformation zu unsrem Vorteil. Wir begründen diese Entscheidungen gut. Sie sind nach Außen nachvollziehbar und zeugen von unserer Integrität. Doch wir wissen es besser. Wir kennen die Kreatur die wir geboren haben nur zu gut. Sehen soll sie niemand, Daher ab mit ihr in den Keller. Soll sie dort doch weiterleben.

Wenn Slepian recht hat mit seinen Schlussfolgerungen, dann schaden wir uns damit. Wer das nicht will, muss sich Lösungen dafür überlegen. Zunächst einmal besteht ein Teil des Umganges mit Geheimnissen in ihrer Zuordnung. Während die chronische Scham destruktiv (das ständige Kreisen der Gedanken) wirkt und zur Abwertung der gesamten Person führt, beziehen sich Schuldgefühle auf einen konkretes Verhalten und dem resultierenden Schaden. Schuldgefühle haben daher insofern einen konstruktiven Kern, als sie von weiteren schlimmen Taten abhalten. Wir sind als Person integer, haben jedoch etwas getan was nicht in Ordnung ist.

Der nächste Punkt der Bearbeitung ist das Teilen des Geheimnisses. „Eine geteilte Wirklichkeit sichert das Überleben in der komplexen sozialen Welt“, so Slepian. Doch es ist Vorsicht geboten, mit wem wir es teilen. Was fängt die Person mit dem Geheimnis an? Als weitere Lösung bietet sich an, sich selbst die beste Freund*in zu sein. Sich einzugestehen als Mensch fehlbar zu sein, Gefühle nicht zu bewerten und sich mit Zuneigung und Akzeptanz zu begegnen. Das mindert Scham und Schuldgefühl. Sollte uns aber nicht dazu ermutigen, schambesetztes Verhalten weiterhin zu produzieren, sondern darauf zu hinwirken, dies so wenig wie möglich zu tun. Versuchen wir einfach, es beim nächsten Mal besser zu machen.


Einfluss nehmen

Es gehört zu dem Wesen unserer Existenz uns zu behaupten. Wir stellen dadurch sicher nicht unter zu gehen in einer turbulenten Umwelt. Sowohl im übertragenen als auch im bildlichen Sinne. Meist geschieht dieses sich behaupten halb oder gar unterbewusst. Allerdings ist es keine Seltenheit dass wir uns gezielt, um nicht zu sagen zielgerichtet behaupten wollen. Dies geschieht meist über ein direkt oder indirekte Einflussnahme.  Stellen Sie sich nun einmal vor ich wollte gezielt auf Ihr Verhalten Einfluss nehmen. Wie könnte ich das anstellen? Weiterlesen…


Lügner erkennen

Wenn die Studien nicht lügen, hat jeder von uns die Chance zwischen 10 bis 200 Mal am Tag belogen zu werden. Wäre es unter diesen Umständen nicht hilfreich zu wissen, wann wir und vor allem von wem wir belogen werden? Weiterlesen…


Hinter den Türen

Weshalb halten so viele Menschen die sichtbaren Verhaltensweisen in Machtspielen für entscheidend und widmen den verdeckten Anteilen keine oder nur sehr geringe Aufmerksamkeit? Es könnte daran liegen, dass sie die falschen Fragen stellen. Weiterlesen…


Vulkanausbruch

Gefühle, die sich unserer Kontrolle entziehen, haben eine ähnlich aufräumende Wirkung wie glühende Lava im heimischen Wohnzimmer. Selbst die robusteste Einrichtung wird schnell und gründlich pulverisiert. Gleiches gilt für Gefühlsausbrüche in Machtspielen. Sie sind nicht nur äußerst schädlich sondern auch meist der Anfang vom Ende, es sei denn…. Weiterlesen…


Narzissmusfalle

Tagesformabhängig findet wir uns selbst mehr oder weniger liebenswert. Wer uns beeinflussen will macht sich diese „Selbstliebe“ mit Hilfe des Spiegeleffektes zunutze. Wollen wir dem nicht erliegen, ist es gut seine Wirkung zu kennen. Weiterlesen…


Spiel (nicht) mit den Schmuddelkindern

Ob wir wollen oder nicht, in unseren Unternehmen geht es nicht immer fair zu. Vorteile werden genutzt, Strippen gezogen und Machtspiele initiiert um die eigenen Interessen in den Vordergrund zu rücken. Ist es unter diesen Umständen notwendig, unseren Nachwuchs in der Führung mit derartigen Praktiken vertraut zu machen? Oder sollten wir daran festhalten, dass sie sich diese Erkenntnis durch “learning by pain” über die Jahre irgendwie selbst erarbeiten? Ich meine, nein. Wir sollten es ihnen beibringen. Besser heute, als morgen. Weiterlesen… 


narziss

Worthülsen ade

1970 flog Apollo 13 der Treibstofftank um die Ohren. Das nannte der Kommandant treffend ein Problem. 2015 fährt Volkswagen gegen die Wand. Das nennt der Vorstand beschönigend eine Herausforderung. Herzlich willkommen im Land der Nebelwerfer-Rhetorik. Wann hören wir endlich auf, unserer Sprache die wichtigste Kraft zu nehmen, ihre Klarheit? Ein Plädoyer für eindeutige Worte. Weiterlesen


Geruechtekueche

Gerüchteküche
Sie sind Schmuddelkinder, doch nichts wird im beruflichen Umfeld so sehr geliebt wie Gerüchte. Dass sie mitunter den Ruf einzelner Menschen stark beschädigen, wird, wenn nicht ohnehin angestrebt, billigend in Kauf genommen. Was würden Sie tun, wenn Sie das Ziel wären? Sofort reagieren? Gar nicht? Es spricht vieles dafür planvoll mit Gerüchten umzugehen.
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gs

Die Gestrigen
Warum sich Chefärzte ändern müssen.

Wenn Pflegemanager die Klinikleitung übernehmen und damit zu Vorgesetzten von Chefärzten werden, sehen letztere die gute alte Ordnung in Frage gestellt und gehen zum Angriff über. Weshalb eigentlich?

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it

Intuition
Vorteile von Bauchentscheidungen

Mit der Intuition im Management ist es wie mit dem Bauernmädel auf dem Wiener Opernball. Alle mögen sie und doch tanzt keiner mit ihr. Das ist ein Fehler, denn Intuition ist eine der wirksamsten Ratgeberinnen, wenn es darum geht, in unbekannten und komplexen Situationen zu guten Entscheidungen zu kommen.

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ns


Nervensägen
Umgang mit unsympathischen Mitarbeitern

Es ist ein Thema über das selten geschrieben, aber viel, wenn auch meist hinter vorgehaltener Hand, geredet wird. Was können Führungskräfte tun, wenn ihnen ein direkter Mitarbeiter so richtig auf die Nerven geht?

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fp


Führungspersönlichkeit
Wer sich treu bleibt ist besser dran

Der Versuch, jemand anderes sein zu wollen, ist zum Scheitern verurteilt. Wer jedoch bei sich und seinen Stärken bleibt, wird stärkere Glaubwürdigkeit und damit höheren  Nutzen erzeugen. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Abstand
Problemlösung durch Ich-Distanzierung

Ärger zeichnet sich durch zwei Eigenschaften aus: Er kommt von allein und ist äußerst klebrig. Als kleine Zugabe hat er auch noch das Zeug, uns ins Grübeln zu bringen. Wie wir das ändern können, lesen Sie hier.

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Die Sinnfrage
Was wir von der Arbeit erwarten

Menschen wollen und brauchen Arbeit. Doch was genau verstehen sie unter Arbeit und was darf auf keinen Fall fehlen. Diesen und anderen Fragen gehen wir nach. Mehr dazu hier.

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Downshifting
Weniger ist mehr

Nicht wenigen Mitarbeitern ist ein selbstbestimmtes Leben wichtiger als Karriere. Doch das hat seinen Preis und will gut überlegt sein. Für Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen. Was zu berücksichtigen ist, lesen Sie hier.

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Mitarbeitergespräche
Fluch oder Segen?

Einige mögen sie, anderen sind sie gleichgültig, doch in  jedem Unternehmen gibt es sie. Dennoch ist der Wert von Mitarbeitergesprächen umstritten. Welche anderen Wege sich einzuschlagen lohnen, lesen Sie hier.

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Führungskräfte vorbereiten

Gladiatoren im alten Rom wussten, was sie draußen in der Arena erwartete. Junge Führungskräfte dagegen sind meist einigermaßen erschrocken, wenn die Löwen zu Tisch bitten. Wie Unternehmen helfen können, lesen Sie hier.

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Nur Gorillas trommeln

Gute Verhandlungen stellen beide Seiten zufrieden und enden in einer Win-Win Situation. Allerdings sollte man nicht vergessen, das beste Ergebnis für sich heraus zu holen. Welche Mittel dafür taugen, lesen Sie hier.

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Verkaufstalente
Marketing in der Gesundheitswirtschaft

In der Gesundheitswirtschaft ist „Verkaufen“ ein verpönter Begriff. Dennoch sind es gerade Verkäufer, die dringender denn je gebraucht werden, um ihr Unternehmen zu präsentieren. Wie, das lesen Sie hier.

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