Erleben statt hören

Sie können Herrn Schröder gern zu speziellen Themen anfragen.  Hier finden Sie ein paar Bereiche über die er im Allgemeinen redet. Sollten Sie Bedarf an anderen Themen aus dem Bereich Führung und Wandel haben, schreiben Sie Herrn Schröder oder rufen an. 0421 55 08 20

 

Bewegliche Führung
In der Schlacht bei Hemmingstedt wurde dem Dänischen König von den Dithmarscher Bauern eine vernichtende Niederlage beigebracht. Die schwarze Garde, schwer bewaffnete dänische Elitesoldaten, ausgerüstet mit den zur damaligen Zeit besten Waffen, geschützt durch Rüstungen und Schilde führte die Truppe an. Sie marschierten in fester Formation und geschlossenen Verbänden, wie es die damalige Kriegskunst lehrte, in die Schlacht gegen die Bauern und in ihr Verderben. Im morastigen Marschland hatten sie gegen die Bauern keine Chance. Sie kannten das Gelände, trugen weder Schuhe noch schwere Rüstungen. Sie waren schneller, beweglicher. Ihre Gegner hatten keine Chance. Wer beweglich ist, überlebt. Was damals ein Erfolgsrezept war, scheint heute verloren gegangen. Denn wir befrachten unsere Führungskräfte mit immer mehr Vorgaben, Richtlinien, Regeln und Verfahrensvorschriften. Von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr wird das Gewicht das sie mit sich schleppen immer größer. Genau das müssen wir ändern. Wir müssen abspecken, leichter, beweglicher werden um Chancen zu nutzen und Gefahren auszuweichen. Weg mit der Rüstung, her mit den leichten Turnschuhen.

 

Wandel als Deal
Alles muss sich ändern. Es muss sich vor allem schnell ändern. Eigentlich schon gestern. Das müssen doch alle einsehen. Hurra. Daran führt doch kein Weg vorbei. Welch ein Fehleinschätzung. Daran führen sogar viele Wege vorbei. Zum Beispiel die „Ja, aber Autobahn“. Sie ist asphaltiert, vierspurig und erlaubt hohe Geschwindigkeiten. Auf ihr läßt sich gut und lange fahren. Viele finden Platz. Dann ist da noch der “ Weg des geringsten Widerstandes“. Eine  beschauliche zweispurige Allee die zum flanieren einlädt. Kurze Pausen sind jederzeit möglich. Und zu guter letzt gibt es noch den „Ho Chi Min Pfad“.  Sein Name erinnert an den das große Vorbild des Partisanenkampfes, Onkel Ho aus Vietnam. Er ist unbequem, meist niedrig, dunkel, kalt und verläuft auf weiten Strecken unterirdisch. Einer Gegend ist keinesfalls anzusehen, wenn sie von ihm komplett untertunnelt wurde. Statt dessen, blühende Landschaften. Alles scheint völlig in Ordnung. Natürlich ist nichts in Ordnung. Schon gar nicht die Zuschreibung, dass die ewig Gestrigen aus völligem Übermut oder Spaß alles blockieren damit nichts voran geht. Schlafende Hunde werden nun einmal wach, wenn man über ihre Knochen stolpert. Wir kommen nur weiter wenn wir verstehen, das jeder Wandel ein Geben und ein Nehmen ist. Ein Geschäft das sich für beide Seiten lohnen muss. Betrachten wir es nüchtern. It`s only a deal.

 

Führungsnachwuchs
In den nächsten 15 Jahren wird sich die Babyboomer Generation aus der Arbeitswelt verabschieden. Das wird erheblich zum Mangel an Fach- und Führungskräften beitragen. Dazu bedarf es keiner Prognosen. Allein schon die schiere Anzahl der abtretenden Menschen wird dafür sorgen. Auf der einen Seite haben wir also weniger Menschen die für den Beruf Führungskraft in Frage kommen, auf der anderen Seite lässt die Attraktivität nach. Die Zeiten in denen Führung ein Traumberuf war, neigen sich dem Ende entgegen. Viele Jungen wollen gar nicht erst rein, manche Alten wollen möglichst schnell raus. Wenn wir verhindern wollen das der Nachwuchs sich andere, spannende Aufgaben sucht, müssen wir uns auf sie einlassen. Wir müssen erfahren was sie wollen, wie sie es wollen und zu welchen Bedingen sie es wollen. Vorgefertigte Karrierepfade sind dabei ebenso hinderlich wie verschulte MBA Programme. Was wir brauchen ist eine Kultur des „Warum nicht?“ Die Freiräume bereit hält für Bewegung, für Versuch und Irrtum und für unkonventionelle Lösungen. Wir brauchen Platz für junge Ideen.