Der Job kann einen manchmal ganz schön fertig machen, manche bekommen sogar Albträume davon. Zeit das zu ändern, besonders wenn einem Nachts schon  Jesus über den Weg läuft.

Träume resultieren aus den Erfahrungen des Alltages, so der Psychologe Michael Schredl vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim. Nun kenne ich Mannheim nicht näher, sondern nur die Söhne von Mannheims, doch die singen nur und erklären einem nicht die wilden Träume. Doch wenn Träume Erfahrungen aus dem Alltag spiegeln, dann sieht es bei mir nicht gut aus.

Ich träumte von einer Rastätte an der B 76. Der Dachstuhl des Hauses war völlig  runter gebrannt, das gesamte Gebäude eine einzige Ruine. Es gab dort für mich Schweinebraten mit Rotkohl und Kartoffeln. Betrieben wurde die Raststätte von Jesus, der auch den Bierausschank machte. Durch einen Spalt in der Küchentür erkannte ich den Koch. Es war Pol Pot. Der Kellner war Adolf Hitler und durch einen Blick aus dem Fenster sah ich den Gärtner beim fegen des Laubes. Es war Josef Stalin. Offenbar machte er seine Sache nicht schnell oder gut genug, jedenfalls wurde er auf wüstete beschimpft von Gesche Gottfried.

Während ich mit großem Genuss meinen Schweinbraten as, erfuhr ich von Jesus was dort los war. Jesus hat gemerkt das ihm und seinem Vater da einige Dinge nicht ganz so optimal gelungen waren. Es gab einige Ausreißer die so nicht geplant waren. Damit das künftig unterbunden wird hat er an der B 76 eine betreute Wohngruppe für schwer Gestörte gegründet. Voneinader lernen Füreinander da sein ist das Motto der WG.

Weshalb ich keinen Albtraum hatte, wenn die schlimmsten Schlächter der Menschheitsgeschichte, sehen wir einmal von der Bremer Giftmischerin Gottfried ab, in einer betreute WG zusammen leben ist mir unbegreiflich. Ebenso ist mir nicht so klar was mir der Traum sagen will. Laut dem Traumforscher Schredl ist es wichtig den Traum zu reflektieren. Was wartet eigentlich auf Unternehmensberater im Jenseits? Sollte ich umschulen? Fragen über Fragen.

Es gibt zwei Arten von miesen Träumen. Schlechte und Albträume. Bei ersteren wird der Schlaf nicht unterbrochen, bei Albträumen schrecken die Leute meist panisch auf. Antonio Zadra und Genevieve Robert von der Universität von Montreal baten 572 Freiwillige ein Traumtagebuch zu führen um heraus zu finden welche Träume vorherrschend sind. Am häufigsten litten die Leute unter dem Thema körperliche Angriffe. Auf den nächsten Plätzen waren es die Angst abgewiesen oder betrogen zu werden, zu versagen, hilflos oder krank zu sein.

Ob bestimmte Lebensumstände für schlechter Träume oder Albträume mit verantwortlich sind, lässt sich nicht klären. Wenn jedoch Träume Erfahrungen aus dem Alltag wieder spiegel, dann ist es sehr wahrscheinlich dass Ärger im Job oder starke Anspannung im beruflichen Umfeld Auslöser sein können. Um sich gegen Albträume zu wehren scheint es aus Sicht der Forscher hilfreich, sich vorsätzlich Nachts selbst aufzuwecken. Sich bewußt machen, dass alles nur ein Traum ist und sich tagsüber mit dem Traum zu beschäftigen. Sie könnten versuchen dann dem Traum einen positiven Verlauf zu geben. Wird schwer, ist aber möglich.

Okay, wenn ich nun schon mit Pol Pott und Konsorten zusammen leben muss, dann will ich aber ein angemessenes Honorar. Und sollten die Verhandlungen scheitern, dann gehe ich. War dort überhaupt eine Tür?