Wer von uns es darauf anlegt ein ansehnliches Vermögen zusammen zu schaufeln kann auf die reiche Erbtante vertrauen oder aber das Einstiegsgehalt hart verhandeln. Es lohnt sich.

Der Ökonom Fatih Guvenen hat das Einkommen zahlreicher New Yorker Arbeitnehmer in den Jahren zwischen 1978 und 2010 untersucht um festzustellen wie sich ihr Einkommen entwickelt hat.

Die wichtigste Erkenntnis: Wer in den ersten zehn Jahren der Berufstätigkeit im Gehalt ganz ordentlich zulegte verfügte später über ganz erhebliches Vermögen. Um genau zu sein, die Bestverdiener legten im Alter zwischen 25 und 65 Jahren um 230% zu während Otto Normalverdiener lediglich 38% schaffte.

Eigentlich ist das auch ziemlich einleuchtend. Wir mal eben mit 60.000 € ins Berufsleben startet und dann mit Boni und prozentualen Regelerhöhungen rechnen kann, wird nach den ersten zehn Jahren deutlich mehr auf der hohen Kante haben als jemand der mit 30.000€ gestartet ist.

Selbstverständlich heißt das nicht, dass wir nach zehn Jahren nicht doch noch einen Job kriegen der genügend abwirft für das Haus in Saint-Tropez, nebst Yacht und Golfplatz, doch sehr wahrscheinlich ist das nicht. Realistischer scheint zu sein, in den ersten Berufsjahren harte Gehaltsverhandlungen zu führen um möglichst hoch einzusteigen. Denn, auch das eine Erkenntnis der Untersuchung, ab dem vierzigsten Lebensjahr tut sich mit Gehaltssteigerungen nicht mehr all zuviel.

Unser Dachdecker muss auch davon gehört haben. Was er für eine Schornsteinsanierung verlangt, Mann o Mann…