Manchmal möchte man Leuten zurufen:“ Du hast ein Gehirn, was meinst du wozu?“ Auf diese Frage gibt es eine einfache Antwort. Und der Beweis für ihre Richtigkeit lebt im Meer.

Wozu ein Gehirn? Denkbar sind viele Antworten. Damit der Raum zwischen den Ohren nicht leer bleibt. Vielleicht auch um den Weg zum nächsten McDonald zu finden. Oder einfach nur weil es alle haben und man nicht benachteiligt sein will.

Der Neurobiologe Daniel Wolpert hat eine klare Meinung dazu. Wir haben unser Gehirn damit wir uns bewegen. Zum Beweis seiner These führt er die bescheidene Seescheide ins Feld. Die schwimmt in jungen Jahren durch den Ozean und setzt sich zu gegebener Zeit auf einen Felsen. Dort bleibt sie ihr Leben lang. Als erste Amtshandlung nach der Landung auf den Felsen verspeist die Seescheide genüsslich ihr Gehirn. Wozu etwas aufbewahren, sagt sie sich, was ohnehin keinen Nutzen mehr hat.

„Sie sind mir ja eine kleine bescheidene Seescheide Herr Schröder.“ Das klingt doch irgendwie freundlich oder?

Quelle: The real reason for brains.