Es ist nicht ganz einfach an die Information zu gelangen, aber Sie sollten es doch versuchen. Wenn Sie ein Flugzeug besteigen, lautet die wichtigste Frage: Fliegt die Crew das erste Mal zusammen? Ist das der Fall, sollten Sie besser am Boden bleiben.

Teams sind das Zauberwort und der Schlüssel für beste Ergebnisse. Keine Stellenbeschreibung kommt ohne die Formulierung „Sie sind teamfähig“  aus. Wer dennoch sagt, er sei nicht teamfähig, sollte entweder Mozart oder Einstein heißen. Beide sind dafür bekannt, dass sie es mit der Zusammenarbeit nicht so hatten und lieber für sich werkelten. Und dennoch Beachtliches zustande brachten.

Da liegt die Frage nahe, ist ein Team wirklich der Weisheit letzter Schluss? Der Soziologe Richard Hackmann ist dieser Frage nach gegangen und hat untersucht was Teams brauchen, um gut zu sein. Hier die wesentlichen Punkte:

Klarheit. Wer ist Teil des Teams, wer führt und welche Aufgaben gilt es zu bewältigen.

Kommunikation. Je kleiner (weniger als 15) das Team, desto ausgeprägter können direkte Beziehungen und Gespräche stattfinden. Dadurch verringern sich Missverständnisse.

Ressourcen. Die Ziele müssen klar sein und jeder im Team hat Zugriff auf alle Ressourcen (Sach- und Geldmittel, Training, Informationen etc.).

Führung. Kompetente Führung schafft klare Ziele, ein gutes Arbeitsumfeld und sorgt dafür, dass die Mitarbeiter sich weiter entwickeln und durch individuelles und kollektives Training (Coaching) das Team besser machen.

Zudem ist Konstanz im Team ein positiver Faktor. Fehlt sie, d.h. arbeiten immer wieder Teams in neuen Konstellationen zusammen, bleiben sie weit unter ihren Möglichkeiten. Das hat auch die amerikanische Flugsicherheitsbehörde heraus gefunden. 77% aller „ungewöhnlichen“ Zwischenfälle passieren Pilotenteams, wenn sie das erste Mal zusammen fliegen.

Vielleicht im Zweifel doch lieber die Bahn? Lokfüher arbeiten allein oder gar nicht.