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Wenn viele kluge Leute mit noch viel mehr klugen Ideen in einem Meeting aufeinander treffen, dann kann dabei nur Gutes rauskommen. Konkurrenz belebt schließlich das Geschäft. Das dachten die Sika Hirsche auch, dann war die Hälfte von ihnen tot.

Die Schweiz ist ein kleines Land mit 8 Millionen Einwohnern. Hat viele hohe Berge, ein paar Seen und keinen Zugang zum offenen Meer. Und das ist ein Problem. Wer weg will, weil ihm die anderen auf den Keks gehen, kann nämlich nicht. Daran hätten die Schweizer mal denken sollen, wie sie sich die Schweiz ausgesucht haben. Die Wikinger waren schlauer und haben bei der Niederlassungsplanung weitsichtiger gehandelt. Wenn die sich auf den Wecker gingen, haben sie einfach einige, meist die jungen Rabauken, wie Erik den Roten und seine gleichfarbigen Kumpanen auf Raubzüge geschickt und schon war die Stimmung im Dorf wieder ruhig. Anders in der Schweiz. Wenn die sich auf den Wecker gehen, können sie nicht einfach abhauen. Die kommen aus ihren Talkesseln nicht raus und hocken aufeinander. Mit all den unschönen Nebenerscheinungen wie überfüllte Bahnhöfe, volle Restaurants und, ja man muss es laut sagen, viele, viel zu viele Ausländer.

Und die Schweiz wäre nicht die Schweiz, wenn sie die Dinge nicht auch schonungslos beim Namen nennen würde. Keinesfalls sind die Schweizer fremdenfeindlich, doch zu viele Fremde auf einem Haufen, die sich dann auch noch mit Einheimischen mischen, das ist Stress, genauer Dichtestress. Wenn das zutrifft, dann müssen wir uns ernsthaft um die Schweiz und ihre Einwohner sorgen. Denn Dichtestress verursacht Appetitlosigkeit, Aggression bei der Parkplatzsuche, mangelnde Paarungsbereitschaft und führt bei der Hälfte der Bevölkerung zu einem enormen Anstieg von Stresshormonen in deren Folge es zu Nierenversagen und – ohne Nieren, wie wir alle wissen, lebt es sich nun mal schlecht -, zum Tode führt.

Glauben Sie nicht. Dann schauen Sie sich das Schicksal der Sika Hirsche in Amerika doch mal an. Das haben die Schweizer vermutlich auch getan und sind förmlich von allen Gipfeln gefallen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden vier Sika Hirsche, ursprünglich in Ostasien beheimatet, auf einer Insel in der amerikanischen Chesapeake Bay angesiedelt. Nachdem sie sich munter auf 300 Exemplare hoch vermehrt hatten, starb mehr oder weniger plötzlich die Hälfte von ihnen an, Sie werden es ahnen, an Dichtestress. Zu viele Sikas auf einem Haufen, das ist nicht gut für die Nieren. Und die hatten noch nicht einmal das Problem voller Züge und überfüllter, sowie überteuerter Restaurants.

Wenn Ihr neuer Chef oder Ihre Chefin Sie in einen beengten Konferenzraum zu einem Kick-Off Meeting lädt und sagt: “So meine Damen und Herren, jetzt will ich mal hören. Was haben sie denn nun für Vorschläge, um die Karre aus dem Dreck zu ziehen? Wir stecken nämlich bis über beide Ohren drin, aber Sie wissen, ich halte große Stücke auf Sie. Doch jetzt sind sie an der Reihe und müssen liefern!” dann können Sie sicher sein, er ist Schweizer. Die wissen wie man mit Dichtestress Populationen halbiert.