2013-geburts

rs|u ist dieses Jahr 21 Jahre alt. Es hätte alles so schön werden können. Essen und Trinken vom Feinsten. Durchgemachte Tage und Nächte. Wochenlang arbeitsfreie Zeit. Alles vorbei, vergessen und nichtig. Was ist passiert?

Wenn ein Unternehmen ein Jubiläum feiert, dann ist das immer ein Anlass zur Freude. Freude darüber, dass es die zurückliegenden Jahre erfolgreich bewältigt hat. (Beinahe Insolvenzen und Geldbeschaffung auf abseitigen Märkten sollen durchaus als erfolgsverstärkend gelten.) Das dies mit Menschen geschah die einem lieb und teuer ( Spesenrechnungen haben die gleiche Angewohnheit wie mein Bauch, sie legen mit den Jahren an Umfang zu) geworden sind, soll nicht verschwiegen werden. Und natürlich, dass es riesigen Spaß gemacht hat, in den vergangen zwei Jahrzehnten.

Doch nun folgt die Ernüchterung. Ein alttestamentarisches Jubeljahr oder ein Yovel wie es im Hebräischen heißt, ist die Feier bei der Wiederkehr eines besonderen Datums. Es darf alle 25, 50 oder 100 Jahre gefeiert werden. Die etwas aufgeweichte Variante erlaubt auch die Sprünge 5-10-15-20-25-50-75 und 100 Jahre. Wahrscheinlich eingeführt weil es sonst viele Internetunternehmen zu keinem einzigen Jubiläum bringen würden. Aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück zu rs|u. Entweder wir sind zu jung oder zu dumm. Beides keine wirklich akzeptablen Varianten. Wobei zu jung irgendwie noch gehen würde. Wenn wir ein alttestamentarisches Jubeljahr reinster Prägung hinlegen wollten, also 25 Jahre, müssen wir noch weitere vier warten. Bei der aufgeweichten Variante, 20 Jahre, sind wir ein Jahr zu spät dran. Alles Mist, doch es gibt eine Lösung.

Zuvor allerdings möchte ich an dieser Stelle einigen Spekulationen, die in meinem Umfeld die Runde machen, entschieden widersprechen Das Jubiläumslogo „niju-ichi 21“ zeigt keine, in großer Hast davon fliegenden Eiderenten, es symbolisiert auch nicht „rette sich wer kann, die sind zu blöd um ein Jubiläum zu feiern“ und schon gar nicht “ 21 vergeigte Projekte im vergangen Jahr“.

Es ist die Verbeugung vor den Werten des ZEN. Und ein Wert ist die Vermeidung der Verschwendung. Daher werden wir keinen Gedanken daran verschwenden wann gefeiert werden sollte. Jubeljahr hin oder her. 21 ist eine schöne Zahl. Früher einmal, genau bis 1975, wurde man mit 21 Jahren volljährig. Ab diesem Zeitpunkt waren wir damals bereit für alle unsere Fehler selbst den Kopf hin zu halten. Und wir waren frei zu tun und zu lassen was wir wollten.

Und genau das möchten wir weiterhin machen. Tun und lassen was wir wollen. Diese Unabhängigkeit hat uns stark gemacht und sicher den einen oder anderen verschreckt. Sollte das der Fall gewesen sein, tut es uns natürlich leid, aber wir wollten es nicht anders.

Danke an alle, die den Weg mit uns gegangen sind. Es war eine tolle Zeit und wir freuen uns auf die kommenden Jahre.

Rolf Schröder und das rsu Team.