Dank Smartphone und anderen Segnungen der modernen Zeit sind Sie überall und zu jeder Zeit erreichbar. Natürlich, denn das wird von Ihnen erwartet. Sie aber wollen auch mal ausspannen und abschalten. Aber wie? Nun gibt es einen sehr vielversprechenden Weg.

In früheren Zeiten gab es das Festnetztelefon. Falls am Abend oder am Wochenende etwas Dringendes anstand, dann rief Ihr Chef Sie an und die Sache war erledigt. Sie hatten ihn an der Backe kleben. Findige Zeitgenossen schafften sich Anrufbeantworter an und schwuppdiwupp hatten sie das Problem gelöst. Der Feierabend war gesichert.

Nun kamen die firmeneigenen Handys und Smartphones. Und die Chefs hatten gelernt. Wer eins erhielt bekam es mit der Aufforderung überreicht, von nun an für immer und alle Zeit erreichbar zu sein. Dafür wurden auch die Telefonkosten übernommen. War Ihre Mailbox, so heißen die Anrufbeantworter dieser Ära, angeschaltet, konnten Sie sekündlich den Eingang einer Mail bzw. einer SMS erwarten. „Schröder, wo sind Sie? Weshalb ist ihr Handy nicht eingeschaltet? Ich hoffe für sie, dass sie schwer verletzt und aktiver Teilnehmer an einer Massenkarambolage auf der A1 sind.“

Eine Lösung für die Geißel der ständigen Erreichbarkeit war nicht in Sicht. Es an jedem Wochenende ins Klo zu schmeißen würde nur in langen Kontroversen mit der Einkaufsabteilung enden. Deren Bereitschaft, Ihnen ein ums andere Jahr 52 neue Smartphone zu spendieren, tendiert erfahrungsgemäß gegen null. Doch nun  zeichnet sich eine Lösung ab, deren Wirksamkeit seit langer Zeit unter Beweis gestellt ist. Entwickelt wurde sie von den Goats. Ihr Verfahren basiert auf der folgerichtigen Annahme, dass Tote nur bedingt erreichbar sind. Um nicht bei jeder Störung, also jedem Anruf, jeder SMS oder Mail des Chefs freudig in den Freitod zu hüpfen, haben die Goats die „ich tu nur so“ Masche entwickelt. Sehr eindrucksvoll demonstriert sehen Sie es hier… Chef ist am Telefon, Schockstarre und schon ist die Sache erledigt.

Und nun stellen Sie sich das riesige Potenzial dieser Lösung einmal im weiteren Alltag vor. Ihr Chef will mal wieder in einer Besprechung irgendeinen blödsinnigen Auftrag vergeben und schaut Sie an. In dem Moment wo er sagen will: „Nun, das können Sie doch machen“ werfen Sie sich gekonnt auf dem Rücken, alle Viere nach oben, stocksteif und sind tot. Den Auftrag kriegt dann ein anderer, lebender Kollege aus der Abteilung. Doch damit nicht genug. Ihre Kinder wollen Taschengeld….  Ihre Frau ein paar neue Schuhe… Die Anwendungsmöglichkeiten sind schier grenzenlos. Goats sei dank.