Wer ein paar Zentimeter mehr mitbringt, bekommt mehr Geld und ist erfolgreicher.

Die Wahrheit ist bisweilen brutal. Mein diffuses Gefühl zu wenig zu verdienen hat seine Ursache nicht in meiner grandiosen Unfähigkeit. Denn die wäre womöglich unter Einsatz vereinter Kräfte noch zu korrigieren. Nein, die Ursache ist schwerwiegender und kaum noch zu beeinflussen. Ich bin schlicht 10 Zentimeter zu klein. Wenn es Ihnen nicht so ergehen soll wie mir, dann müssten Sie als Mann 1,91 Meter und als Frau 1,60 Meter an den Zollstock bringen. Nicht meine Idee wie Sie sich unschwer denken können, sondern harte Fakten einer statistischen Auswertung. Doch es gibt noch Hoffnung.

Fabian Spanhel ist Gerhard Fürst-Preisträger 2009. In seiner Diplomarbeit wies er den Zusammenhang zwischen steigender Körpergröße und zunehmendem Einkommen nach. Aber Vorsicht, Männer die 2,00 Meter und mehr messen und Frauen die deutlich über 1,70 gehen können sich ihr souveränes Lächeln wieder aus dem Gesicht wischen. Denn die einfache Rechnung, je größer desto besser, zieht nicht. Laut Prof. Hübler von der Uni Hannover geht es um den Mittelwert für Männer mit Abweichungen nach oben und für Frauen nach unten. Optimal wäre demnach für einen Mann 1,91 Meter, also ca. 10 Zentimeter über dem Durchschnitt. Ist ein Mann allerdings größer als 2,00 Meter nimmt der positive Effekt von Körpergröße auf das Einkommen deutlich ab. Frauen sollten lieber ein wenig kleiner sein als der Durchschnitt von 1,70 Meter. Sie haben die besten Einkommenserwartungen bei 1,60 Meter.

Sich operieren lassen oder wie der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy, Schuhe mit hohen Absätzen tragen erscheint auch nicht wie der Weisheit letzter Schluss. Allerdings wird gerade an Sarkozy deutlich, dass auch Männer von kleinem Wuchs beachtliches leisten und entsprechend verdienen können. Allerdings sind die paar Hanseln auf dies es zutrifft, wie Putin, v. Karajan, Berlusconi, Chruschtschow, Dschingis Khan und Attila der Hunne, laut Hübler statistisch nicht relevant. Ihre geringe Größe sorgte allerdings dafür, dass sie sich von Anfang an mehr anstrengen mussten um die gleichen Erfolge wie Großgewachsene zu erzielen. Nicht selten führt das zu höherer Ausdauer und stärkerer Machtdemonstration. Frei nach dem Napoleon-Komplex: „Ich bin klein, keiner hat mich auf der Rechnung, ich werde es euch schon zeigen“.

Nun, da haben wir also die Lösung des „Kleine Leute Problems“. Was den Großen einfach so in den Schoß fällt, müssen wir Kleinen uns erkämpfen. Wo die Langen Männer und kurzen Frauen wie selbstverständlich einfach vorne stehen, müssen wir Gehandikapten gezielt die Schienenbeine der Umstehenden bearbeiten um an Macht, Einfluss und das große Geld zu kommen. Wem das zu mühsam oder beschwerlich ist und doch mit einer OP liebäugelt dem sei gesagt: „Zu spät.“ Entscheidend ist nicht die jetzige Körpergröße sondern die während der Pubertät.

Aristoteles: Die Dinge sind wie sie sind. Das Leben: Entscheidend ist was wir daraus machen.