Teams sind zwar schwer in Mode, aber bahnbrechendes geht meist von Einzelpersonen und nicht selten von Frauen aus. Wie wir z.B. im Auto besser sehen und den freien Fall gesünder überstehen.

Wir wünschen schöne Weihnachten und ein rasantes 2012.
Rolf Schröder + das rs|u Team

Wir alle kennen Marie Curie, die Entdeckerin der Radioaktivität. Aber schon bei dem Namen Josephine Cochrane fiel mir zunächst nichts ein. Dabei hatte sie den ersten mit Wasserdruck betriebenen Geschirrspüler zum Patent angemeldet. Ohne sie würde ich immer noch mit der Hand abwaschen oder meine Kinder dazu verdonnern. Ebenfalls passen musste ich bei Marga Faulstich. Hätte es sie nicht gegeben, würde ich heute noch mit Brillengläsern so schwer wie eine Taucherglocke und so dick wie Panzerglas rumlaufen. Sie entwickelte Leichtgewicht-Brillengläser.

Allerdings haben mich zwei Frauen besonders beeindruckt. Die eine, Mary Anderson erfand den Scheibenwischer, die andere, Käthe Paulus, den Fallschirm.  Natürlich mag ich mir nicht vorstellen wieder mit der Hand Geschirr zu waschen und das Ganze auch noch mit dickwandiger, schwerer Brille zu tun. Aber im Auto bei Regen über die Autobahn zu brettern und beständig mit der flachen Hand den Regen von der Scheibe zu wissen. Na, ich weiß ja nicht. Aber bei Ryanair einzusteigen und zu wissen, dass kein Fallschirm an Bord ist, weil Käthe vergessen hat ihn zu erfinden, das läßt meinen Adrenalinspiegel doch erheblich steigen. Allerdings plant deren Chef, Michael O’Leary, ja schon die Toiletten einzusparen und Stehplätze einzuführen. Das ist es bis zum Verzicht auf Fallschirme nicht mehr weit. Wenn das Käthe wüsste.