oa.jpgLebenslanges Lernen, insbesondere unter den Bedingungen des demografischen Wandels ist mehr denn je notwendig. Dabei bilden neueste Forschungsergebnisse in den jeweiligen Fachgebieten die Grundlage des Wissenszuwachses. Doch meist stehen die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung nur Käufern kommerzieller Fachzeitschriften bzw. -büchern zur Verfügung deren Kosten nicht jeder tragen kann oder will. Besonders in Zeiten enger Kassen überlegen sich zudem viele Unternehmen der Gesundheitswirtschaft, ihr Zeitschriftbudget deutlich zu kürzen. Was lässt sich also tun, wenn die kostenlosen, hauseigenen Fachzeitschriften mal wieder im Umlauf sind oder schlicht das Tagesgeschäft keine Zeit zum Lesen lässt?  Open Access scheint ein vielversprechender Weg zu sein.

Die Open Access Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, Forschungsergebnisse die durch öffentliche Gelder finanziert wurden, für alle frei und kostenlos im Internet verfügbar zu machen. Die Bandbreite der zur Verfügung stehenden Zeitschriften ist groß, die Herkunftsländer weltweit. Es erfordert einige Zeit um hier einen Überblick zu erhalten. Recht gut gelingt das mit Directory of open access journals So werden dort zurzeit 379 Allgemeinmedizinische Journale, 140 Journale zur Öffentlichen Gesundheitsversorgung und 29 Pflege Journale aufgeführt.

Insbesondere bestechen an der Idee des Open Access folgende Punkte:

  • Wissenschaftliche Beiträge werden für jeden frei zugänglich gemacht.
  • Diese Beiträge können zu jeder Zeit und an jedem Ort gelesen werden.
  • Die Entwicklung in Ländern wie z.B. Indien, Brasilien oder Kuba, die nicht so sehr in der Aufmerksamkeit der Europäischen Wissenschaftsberichtserstattung stehen, können verfolgt werden.

Wer mehr darüber lesen möchte, dem sei die Studie von Karin Weishaupt (Institut Arbeit und Technik) empfohlen. Sie liefert erste Ergebnisse über die Akzeptanz von Open Access Zeitschriften.

Eine gute Übersicht bietet die Uni Göttingen mit ihrer Informationsplattform Open Access.