recruiting.jpg Die Suche nach jungen Fachkräften wird immer schwieriger. Einerseits schwindet ihre Zahl und sie sind andererseits längst nicht mehr mit den herkömmlichen Rekrutierungsinstrumenten wie Printanzeigen etc. allein zu finden. Wo sich die heutigen und zukünftigen Fachkräfte aufhalten und ansprechbar sind, zeigt die neueste Shell Jugendstudie sehr deutlich. Eigentlich dürfte es niemanden mehr  überraschen, es ist das Internet.

96,13,34. Drei Zahlen die es in sich haben. 96% der 12- 25jährigen haben Internetzugang und verbringen dort 13 Stunden wöchentlich, wobei die größte Gruppe mit 34% die sogenannten Multi User sind. Sie nutzen das Internet in seiner ganzen Bandbreite.

Je nach Alter und Bildungsniveau unterscheidet sich die Art der Nutzung. Die Studie unterscheidet hier vier Gruppen. So nutzen weibliche Jungendliche aus allen Schichten stärker die Social Web Angebot wie Facebook oder studiVz und männliche, aus benachteiligten Schichten, die Spieleangebote im Netz. Bei den anderen beiden Gruppen handelt es sich um mehrheitlich weibliche Nutzerinnen die das Web für Email, Einkauf und ähnliches nutzen und den eingangs beschriebenen Multi Usern. Bei ihnen handelt es sich um meist männliche Jugendliche aus oberen Herkunftsschichten.

Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse wird klar, wie und wo die neuen jungen Mitarbeiter zu suchen und zu finden sind. Ob sie in den Jobbörsen im Internet, auf Fanseiten bei Facebook, in Firmenprofile in Xing oder auf spezielle Recruiting Seiten angesprochen werden hängt im Einzelfall von den Anforderungen der suchenden Firmen ab. Doch unabhängig von diesen speziellen Anforderungen wird durch die Studie deutlich, dass das Internet das bestimmende Medium für die Jugend ist. Weit vor Zeitungen, Zeitschriften und auch vor dem Fernsehen.

Geht es einem Unternehmen darum auf sich aufmerksam zu machen, dann wird es allerdings mehr tun müssen als eine Anzeige nach dem Muster wir suchen, wir bieten im Web zu schalten. Es geht darum mit der Jugend in den Dialog zu treten, ihnen interessante Inhalte zu präsentieren und dadurch ihre Aufmerksamkeit auf das Unternehmen zu lenken. Mehrweg- statt Einweginformation könnte und sollte der Leitgedanke für erfolgreiches Nachwuchsrecruiting im Web sein.