visalia.jpgIm kalifornischen Kaweah Delta Medical Center Visalia ist für Pflegekräfte und Ärzte bereits wahr, was für viele Apple Fans in Deutschland noch ein verheißungsvolles Versprechen ist. Sie besitzen ein iPad. Doch anders als die meisten hiesigen Nutzer setzen sie das iPad zur Patientenversorgung ein. In Deutschland sicher nicht nur wegen der langen Lieferzeiten noch Zukunftsmusik. Doch wer weiß, vielleicht geht es schneller als erwartet.

Die jetzt eingesetzten 100 iPad werden nicht nur dem eMail Verkehr sondern insbesondere dem fachlichen Datenaustausch dienen. So sollen Krankenakten bearbeitet, Röntgenbilder analysiert, sowie medizinische Überwachungsdaten empfangen und ausgewertet werden.

Die Vorteile liegen laut dem Mediziner Dr. Roger Haley sowohl auf Seiten der Patienten als auch auf Seiten der Mitarbeiter. So trägt es zur Sicherheit der Patienten bei, dass ihre Daten zu jeder Zeit, unabhängig vom Vorhandensein eines PC, einsehbar sind und daher schnell reagiert werden kann. Für die Mitarbeiter so Haley, macht es die Arbeit leichter und bequemer weil sie überall erledigt werden kann.
Nick Volosin, zuständig für den Einkauf, sieht neben den Verbesserungen in der Patientenversorgung und den verbesserten Arbeitsbedingen ein ganz wesentliches Argument in der Wirtschaftlichkeit des iPad. 500 $ für ein Gerät das 10 Stunden ohne Steckdose auskommt ist ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis so Volosin.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie selbstverständlich in einigen Ländern mit neuer Technologie umgegangen wird. Es wird meist zuerst einmal der mögliche Nutzen gesehen und in der Praxis ausprobiert. Erst dann erfolgt die Überprüfung ob es sich bewährt oder nicht. Man kann ein derart pragmatisches Vorgehen verurteilen und sicher auch berechtigt auf die damit einhergehenden Probleme hinweisen. Es ist auch unbenommen danach zu fragen, was mit den Problemen (Wlan Sicherheit, Datenschutz etc.) dieser neuen Technik geschieht. Doch dies alles darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Klinik großen Mut und eine gehörige Portion Innovationsfreudigkeit beweist. Das finde ich wunderbar. Und außerdem ist den Mitarbeitern der Coolnessfaktor des iPad zu gönnen.