War es bislang eher ein Gegeneinander so ist es in Essen seit langer Zeit ein Miteinander. Schul- und Alternativmedizin bilden in der Klinik für Naturheilkunde ein gutes Gespann. Ganz offenbar mit der Akzeptanz der zuweisenden Ärzte, die der Klinik mittlerweile ihre Patienten ganz selbstverständlich überweisen. Ein Weg auch für andere?

1999 als Modellprojekt im Knappschaftskrankenhaus Essen gegründet stieß es bei Schulmedizinern anfangs auf starke Skepsis. Dabei arbeite die Klinik sowohl mit den Mitteln der Schul- als auch der Alternativmedizin. Dabei richtet sie ihr Augenmerk stark auf die Überprüfung der alternativen Heilmethoden. Denn auch diese müssen wissenschaftlichen Überprüfungen stand halten.

Diese Klinik ist mit ihrem Arbeitsansatz damit einzigartig in Europa. Und das spricht sich rum. Patienten aus ganz Deutschland und den angrenzenden Ländern suchen Hilfe und Behandlung. Damit gelingt dieser Klinik neben seinem innovativen Behandlungskonzept noch etwas anderes, sie sichert sich mit ihrem Angebot eine Alleinstellung die im normalen Krankenhausbetrieb nur noch sehr schwer zu erreichen ist. Hier können wir ein wunderbares Beispiel erkennen, wie Innovation, Mut und langer Atem (seit 1999) eine erfolgreiche Mischung abgeben. Gepaart wird dies darüber hinaus noch durch vorausschauendes Marketing, dass sowohl von der Mund zu Mund Empfehlung als auch von Beiträgen in auflagenstarken Zeitschriften außerhalb des Medizinberichtes lebt.

Sicher kein Modell für jede Klinik, aber doch ein Fingerzeig wie bestehende Räume genutzt und zu Wettbewerbsvorteilen ausgebaut werden können.