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40 oder mehr Folien, ausführlich beschriftet und exakt die (meisten) Worte des Vortragenden wieder gebend sind nicht etwa die Ausnahme, sondern meiner Erfahrung nach die Regel bei Power Point unterstützten Präsentationen. Doch es geht auch anders. Pecha Kucha heißt diese neue Art des Präsentierens und verspricht dichte Informationen in kurzer Zeit. Und das meist auch noch vergnüglich.

Das von den Architekten Astrid Klein und Mark Dytham erstmals 2003 in Tokio vorgeführte Präsentationsverfahren basiert auf der simplen 20 x 20 Regel. Nicht mehr als 20 Folien, jede darf nur 20 Sekunden gezeigt werden. Damit dauert keine Präsentation länger als 6 Minuten 40 Sekunden.

Anfänglich für die Welt der Kreativen gedacht um deren Ideenaustausch zu unterstützen entwickelte sich Pecha Kucha immer mehr zu einer Plattform für viele. In speziellen Pecha Kucha Nights werden so unterschiedliche Themen vorgestellt wie es Teilnehmer gibt. Ob es nun Trendsportarten, Zukunftsforschung oder Spendenreisen sind, alle eint die Regel: Erzähle dein Thema in 6. Minuten 40 Sekunden.

Es wird Zeit das dieses Verfahren auch in die Wirtschaft überführt wird. Es wäre doch herrlich, wenn in Workshops oder Tagungen jeder sich diesem Diktat „Erzähl´s in 6.40“ unterwerfen müsste. Dies würde die Leute zwingen sich vorher Gedanken über den Kern des Vortrages zu machen und die Zuhörer vor ermüdenden Marathons schützen. Das Phänomen „Death by Powerpoint“ (Menschen langweilen sich bei Power Point Präsentationen zu Tode) wäre damit auch erledigt.

Allerdings bleibt das Restrisiko des menschlichen Naturell`s bestehen. Jeder der zwanzig Minuten ermüdend sprechen kann und die Zuhörer nicht mitreißt, kann dies natürlich auch in 6.40 so machen. Aber daran kann man ja noch arbeiten.