kirchentag-09.jpgWenn das Ziel von Stadtmarketing darin besteht, Menschen zusammen zu bringen damit sie Spaß haben, sich wohlfühlen und eine Atmosphäre des Miteinanders entsteht, dann hat der Kirchentag 2009 in Bremen für die Stadt himmlisches Marketing betrieben.

Bereits am ersten Abend, die Innenstadt war weiträumig gesperrt, verwandelten tausende von Menschen mit Kerzen in den Händen das Weserufer in ein wogendes Lichtermeer. So etwas habe ich in Bremen noch nie erlebt. Aber es kam noch besser, in der Überseestadt.  Sie ist für Bremen was die Hafen-City für Hamburg ist. Eine Kombination von alten Lagerhäusern und Backsteinbauten, die mit moderner Architektur kombiniert werden. Die Kirchentagsbesucher verwandelten die sonst noch eher leblose Überseestadt in ein pulsierendes Quartier. Bei diesem Anblick bekommt man sofort eine Ahnung davon wenn ein Quartier lebt und mehr ist als ein hochpreisiges Büro- oder Geschäftsviertel.Die Vielfalt der Menschen die dort aufeinander trafen, tanzten, sangen und ganz offensichtlich Spaß miteinander hatten, die macht den Reiz aus. Und das hat der Kirchentag mit seinen Besuchern vorgemacht. Ganz himmlisch.

Natürlich werden und sind jetzt schon die ersten Kritiker auf dem Plan. Der Kirchentag war viel zu teuer (7,5 Mill.), er bringt zu wenig für die Wirtschaft und ist damit unrentabel. Da helfen wahrscheinlich auch die Gegenargumente des Bremen Marketing Geschäftsführers Sondergeld nicht viel weiter. Der Bremer an sich nörgelt wohl doch ganz gern.Allerdings wird jeder der sich auch nur ein paar Stunden an diesem Wochenende in Bremen aufgehalten hat, zu einem anderen Ergebnis kommen. Der Kirchentag hat viel für das Image der Stadt, aber noch mehr für die Bremer Bürger gebracht. Die Bremer haben erlebt, welch schöne Stadt sie haben. Und dafür lohnt es sich, Geld in die Hand zu nehmen.

PS
Die Umsätze des Einzelhandels haben sehr davon profitiert. Einfach mal in der Innenstadt oder der Waterfront nachfragen.