Man nehme zwei junge Altenpfleger, eine gute Idee und schon bekommt man ein Gespür davon, was in der Versorgung von dementiell Erkranken möglich ist.

Martin Bollinger und Heiko Reinert haben die Laternenträger gegründet. Dahinter verbirgt sich eine Tagespflegeeinrichtung für Demenzkranke. Sie wollen mit ihrem Alltagshaus den Menschen ermöglichen so lange es irgend geht in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Die Betreuung ist absolut flexibel, tageweise oder auch stundenweise, beides ist möglich. Dass Leistungen mit der Chipkarte abgerechnet werden können, passt sehr zu dem modernen Ansatz der beiden.

Doch neben den fachlichen Aspekten finde ich eine andere Sache an den Laternenträgern wirklich toll. Es ist die Frische mit dem die beiden Gründer zur Sache gehen. Da fahren sie auch schon einmal mit den Erkrankten im Bus direkt in den Park um dort bei offener Autotür Musik zu hören. Alle Beteiligten haben riesigen Spaß, nur ein paar Parkbesucher mokieren sich. Darf man das mit alten Leuten machen? Eindeutig ja. Meiner Meinung nach ist es gerade das was wir brauchen. Junge, frische und teils auch freche Ansätze um Bewegung in die Landschaft der Betreuung zu bringen.