Rund um den Globus geht es Menschen, Frauen wie Männern, Alten wie Jungen in der Mitte ihres Lebens mehr oder weniger richtig schlecht. Dieses Phänomen, auch unter dem Begriff Midlife Crisis bekannt, haben sich die beiden Forscher David Blanchflower und Andrew Oswald genauer angesehen. Sie fanden heraus dass die Stimmung bei den meisten Menschen in Alter von 44 Jahren am miserabelsten ist.

Die Forschungsergebnisse werden demnächst in der Zeitschrift Social Science and Medicine veröffentlicht. Überaschend an ihren Erkenntnissen ist nicht so sehr die Tatsache, dass es dieses Phänomen der Midlife Crisis gibt, überraschend ist die Tatsache dass es alle trifft. Egal auf welchem Kontinent, ob arm oder reich, verheiratet oder ledig, das Risiko einer Depression oder Unzufriedenheit ist überall gleich groß.

Und noch eine Erkenntnis ist neu, es wird wieder besser. Viele Menschen um die 70 sind wieder so glücklich wie sie sich mit 20 fühlten, vorausgesetzt sie erinnern sich noch daran. Offensichtlich sinkt in diesem Alter die Angst bestimmte Lebensziele nicht mehr zu erreichen, weil es ohnehin zu spät dafür ist. Es kehrt mehr Gelassenheit ein und ältere Menschen sind dankbarer dafür, dass sie noch gesund sind und ihre Tage genießen können.

Das eigene Leben unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, erscheint dann wie ein „U“. Anfangs geht es bergauf, in der Mitte wird durch’s Tal gwandert um dann wieder die Höhen zu erklimmen. Irgendwie beruhigend, dass es ab dem 30 Lebensjahr nicht kontinuierlich abwärts geht.