Aus und vorbei. Zurzeit werden 1300 Litfaßsäulen durch sogenannte City Light Säulen ersetzt. Die Werbung darauf wird die finanziellen Möglichkeiten vieler Kultureinrichtungen bei weitem übersteigen. Ob das ein kluger Schachzug der Stadt ist, wage ich zu bezweifeln.

Zugegeben, die City Light Säulen sind beeindruckend. Hell, starke Farben und weithin erkennbar machen sie jede darauf präsentierte Werbung zu einem optischen Highlight. Doch bei Preisen von ca. 100.000 € die Woche kann sich jeder unschwer ausmalen, dass hier nur große Produktionen zu finden sein werden. Kleinere Anbieter, die städtische Vielfalt präsentieren, bleiben außen vor.

Da helfen auch die 500 geplanten Kultursäulen, das sind mit einer blauen Banderole versehene ehemalige Litfaßsäulen, wenig. Gedacht als Ergänzung zu den City Light`s sollen sie insbesondere die altbekannte Plakatierung im Format A1 und A0 ermöglichen. Also Werbung für vergleichsweise kleines Geld ermöglichen. Dieser Kompromiss erscheint mir eher ein vorübergehender, bevor die Litfaßsäulen gänzlich aus dem Stadtbild verschwinden werden.

Nun hilft Bedauern wenig und führt auch nicht zu neuen Lösungen. Insofern hat dieser Schritt auch sein Gutes. Er wird neue Ideen freisetzen, wie die vielfältigen kulturellen Angebote dem Nutzer bekannt gemacht werden können. Und das wird weit über das bisher Bekannte wie wildes Plakatieren hinausgehen. Ich bin also bekannt was uns demnächst so alles erwartet. Also Augen auf in Hamburg.