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Jeder von uns kennt sie, die berühmten, gar berüchtigten Kekse in Besprechungen. Bisher dachte ich sie seinen ein gezielter Anschlag auf die Geschmacksnerven. Weit gefehlt, Kekse liegen auf den Konferenztischen dieser Welt, um uns sanfter zu stimmen. Molly Crokett und ihre Kollegen von der Cambrigde Universität haben herausgefunden, dass Hunger am Verhandlungstisch Menschen in Entscheidungssituationen aggressiver und kämpferischer macht. Sie setzte Versuchspersonen während des Ultimatumspiels  auf Diät und konnte als Ergebnis eine Absenkung des  Botenstoffs Serotonin beobachten.
Die Forscher schließen daraus, das Serotonin eine entscheidende Rolle im sozialen Verhalten von Menschen spielt. Fällt der Serotinspiegel reagieren Menschen aggressiver wenn sie sich unfair behandelt fühlen. Da Ernährung und Stress die Bildung des Serotonins beeinflussen haben beide Faktoren erheblichen Einfluss auf Entscheidungsprozesse von Menschen.
Mir selbst ist dabei ein Licht aufgegangen. Kekse liegen nicht einfach nur aus reiner Gefälligkeit auf den Konferenztischen. Sie dienen ausschließlich dem Zweck uns gefügig zu machen um uns dann anschließend genüsslich über den Tisch zu ziehen. Meine Hochachtung an alle Keksverteiler, da habe ich sie doch tatsächlich unterschätzt.