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Während die Bahn streikt und ihre Kunden verärgert, zeigt die Privatbahn Metronom wie man Kunden begeistert. Indem man ihnen ein paar Handschuhe von Uelzen nach Bremen bringt.

Letzte Woche vergaß ich meine Lederhandschuhe im Metronom auf der Fahrt von Bremen nach Hamburg. Eineinhalb Tage später, zurück im kühlen Bremen bemerkte ich den Verlust. Erst nach Hause dann ans Telefon und die Fundstelle der Metronom angerufen. Zu meinem Erstaunen hatte der Schaffer die Handschuhe gefunden und an die Fundstelle in Uelzen geleitet. Der Mann am Telefon hatte folgende Idee: „Eigentlich versenden wir Fundsachen als Päckchen. Doch das kostet 12 €. Bisschen viel Geld, oder? Was halten Sie davon, wenn ich unseren Mitarbeitern die Handschuhe mitgebe und Sie sie dann am Bahnhof in Bremen abholen?“ Natürlich war ich einverstanden. Wir reden hier nicht davon, dass die Handschuhe drei Tage später in Bremen eintreffen sollten, sondern die ganze Aktion spielte sich an einem Abend in der Zeit von 17.30, der Zeit meines Anrufes bis 21.30, dem Eintreffen des Zuges in Bremen ab. Pünktlich um 21.30 konnte ich vorn an der Lok meine Handschuhe, die mir schon beim Näherkommen aus dem Fenster entgegengestreckt werden, in Empfang nehmen.

Da macht man sich tausend Gedanken wie Kunden zufrieden gestellt werden können. Riesige Anzeigenkampagnen, große Bonusprogramme und am Ende ist es doch meist ganz einfach und kostengünstig. Mit den kleinen Gesten des Alltages und einer schnellen Reaktion wird ein zufriedener Kunde und treuer Metronomfahrer geschaffen. Dank ein paar Handschuhen die auf der Lok mitfuhren. So geht`s.