Spiegel, Focus und Welt haben wie viele andere Medien darüber berichtet.  Ganz offensichtlich gab es gute Gründe das Geschäftsmodell, osteuropäische Pflegekräfte an Haushalte in Deutschland zu einem Festpreis von 1.500 € zu vermitteln, einzustellen. Ok, doch was bleibt von dem Sturm?
Erstmal ein schaler Nachgeschmack. Wurde hier vom McPflege Gründer Norbert Meiners ein riesiger Marketinggag  veranstaltet um auf sich und sein Unternehmen aufmerksam zu machen, oder  ist es an der heftigen Kritik zerbrochen? Antworten auf diese und andere Fragen werden wir in den nächsten Wochen sicherlich der Tagespresse entnehmen können.

Wichtiger als das Schicksal von McPflege ist meiner Meinung nach das grundsätzliche Problem bezahlbarer Pflege. Wenn alte Menschen so lange wie irgend möglich in ihren eigenen vier Wänden gepflegt werden wollen, dann sollte es für dieses Bedürfnis Lösungen geben. In diesem Zusammenhang muss die Frage erlaubt sein, warum ich als Sohn eines pflegebedürftigen Vaters, keinen „Betreuungssohn oder Betreuungstochter“ engagieren darf.  Unabhängig von dessen Nationalität und innerhalb des rechtlich erlaubten.
Auch in dem Buch „Wohin mit Vater“ wurde diese Problematik wiederholt deutlich. Es gibt ein Bedürfnis nach diesen Dienstleistungen und die Pflegeunternehmen täten gut daran, sich hier mehr Gedanken zu machen und geeignete Angebote zu entwickeln, statt auf unseriöse Anbieter einzuschlagen. Dieser Hinweis gilt übrigens für Verbände besonders. Bei Ihnen habe ich oft das Gefühl, dass sie die Interessenvertretung Ihrer Mitglieder stärker im Auge haben, als die Lösung dringender Probleme.