Eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung in der die Mitarbeiter nur arbeiten, weil es Spaß macht und das Thema sie interessiert. Und das auch noch kostenlos, oder für kleines Geld. Welches Unternehmen träumt nicht davon?

Der von Jeff Howe und Mark Robinson vom Wired-Magazin geprägte Begriff Crowdsourcing, beschreibt die Arbeit tausender freiwilliger Helfer im Internet. Sie schaffen nicht nur Wissen, wie z.B. bei Wikipedia sondern lösen auch Forschungsaufgaben bei Procter und Gamble. Dort arbeiten 90.000 Freizeitwissenschaftler an Problemen, die unternehmensintern nicht gelöst werden können.

Doch auch ganz praktische Tätigkeiten können unter Crowdsourcing eingeordnet werden. Ikea ist solch ein Beispiel, wo durch die freiwillige Mitarbeit (Zusammenbau der Möbel) preiswertere Möbel angeboten werden können.

Das junge Unternehmen wie z.B. Spreadshirt, die von ihren Nutzern entworfene T-Shirts drucken und versenden, diesen Gedanken schon längst aufgegriffen haben, überrascht nicht sehr. Weshalb er allerdings von „alten“ Unternehmen nicht in gleichem Maße aufgegriffen wird, ist eigentlich nur schwer zu erklären. Vielleicht ist es die Angst, Prozesse aus der Hand zu geben, betriebliche Abläufe offen zu legen. Oder vielleicht ist auch nur ganz simpel deshalb, weil die Leute an der Spitze der Unternehmen, es einfach nicht kennen.

Auch in der Gesundheitsbranche könnte die Idee des Crowdsourcing viel bewirken. Zu denken wäre z.B. an die Entwicklung von Spendenprogrammen für Kliniken oder kulturelle Aktionen. Ganze Ablaufplanungen könnten so entwickelt und verbessert werden. Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten ist riesig. Wozu noch warten?

Mehr dazu: Jeff Howe (engl)