Laut einer Studie der Beratungsgesllschaft Proudfoot wird rund 30% der weltweiten Arbeitszeit mit unproduktiven Tätigkeiten vergeudet. In Deutschland sieht es mit 32% noch ein wenig düsterer aus.

Die Gründe dafür sind durchaus vielschichtig. Dennoch kristallisieren sich einige als besonders bedeutsam heraus. An vorderer Stelle steht schlechte Führung. Das Management macht immer noch zu viele Tätigkeiten selbst, anstatt sie zu delegieren. Darüber hinaus ist die Beziehung zu den Mitarbeitern stark ausgedünnt. Mangelnde Zeit und möglicherweise auch mangelnde Bereitschaft hält die Führungskräfte davon ab, einen engeren Kontakt zu den Mitarbeitern zu pflegen.

Erstaunlich, dass gerade Führungskräfte, befragt nach den Gründen für die Unproduktivität, in erster Linie die schlechte Kommunikation verantwortlich machten. Dabei ist sie kaum dafür verantwortlich. Allenfalls trägt sie ineffizienten Kommunikation einen geringen Teil zur Unproduktivität bei.

Nach dem Lesen der Studie kommt man unweigerlich wieder an die altbewährten Mittel um Unproduktivität zu verringern. Unternehmen müssen sich mit ihren Mitarbeitern und Führungskräften arbeiten. Sie darin unterstützen die Prozesse zu verbessern und die Organisation transparent zu gestalten, aber auch die Aufgabenverteilung klarer zu regeln um Doppelarbeiten zu verhindern.

Das erspart nicht nur Doppelarbeiten sondern hat auch noch den schönen Nebeneffekt, dass die Leute zufriedener sind, weil sie etwas leisten und ihre Zeit nicht vergeuden. Denn meistens wissen alle im Betrieb, womit sie Zeit vergeuden und wo nicht. Man bringe nur einmal das Thema auf die Besprechungskultur. Hochgezogene Augenbraunen sind als Reaktion garantiert, deutliche Worte wie „Ach hör bloß damit auf“ wahrscheinlich. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Studie kann bezogen werden bei:

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