Heute hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem alten Freund. Er ist Inhaber einer Presseagentur. Im Verlauf dieses Gesprächs, ich glaube es drehte sich um Wissen im Allgemeinen, fragte ich ihn, weshalb er sein spezielles Wissen über Kunststoffe nicht mehr Leuten zu Verfügung stellt. Ich dachte dabei in erster Linie ans Internet. Wäre doch schön, wenn andere seine Seite besuchen könnten um dort Informatives, Wissenswertes und Hintergründiges über die Szene erfahren zu können. Sein Hinweis war ebenso kurz wie eindeutig: „Weil ich mit diesem Wissen mein Geld verdiene! Wenn ich das auf meine Website stelle, habe ich nichts mehr was ich verkaufen kann.“

So denken viele Unternehmen, egal welcher Größe, welcher Branche. Wissen ist Gold, das gehütet wird ein Schatz. Ganze Branchen leben davon es zu schützen. Das ist auch in Ordnung. Doch mir geht es um etwas anderes. Es geht um Zusatzleistungen, kostenlose Zugaben. Vergleichbar z.B. Starbucks. Je nach Jahreszeit bekommt man dort zum Kaffee mal einen Keks mal ein Stück Schokolade. Dadurch wird bei denen der Kaffee nicht billiger, was er ruhig mal sein könnte und sie verkaufen auch nicht mehr als ohne Kekse.

Doch über diese Zusatzleistungen wird geredet. „Laß uns mal zu …. die haben da gerade so eine Keksaktion….Lecker Zeug, oder „Mal sehen was das Pressebüro über den momentanen Kunststoffboom schreibt etc…! Dieses Verhalten läßt sich immer dann beobachten, wenn Nutzer etwas erhalten was sie nicht erwarten. Etwas das für sie von Nutzen ist, was sie gebrauchen können und sie zudem nichts kostet. Das ist pure und äußerst wirksame Werbung. Reklame wie es Radio Fritz immer so schön altmodisch nennt.

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