Es erstaunt mich immer wieder welche Angst manche Menschen vor diesen drei Worten haben. Sie denken wohl, dass damit ihre Unfähigkeit bescheinigt wird. Das Gegenteil scheint mir der Fall zu sein.

Neulich hatten wir hier bei uns ein Softwareproblem. Der Inhaber dieses Unternehmens rief kurz darauf an um die Dinge mit mir zu besprechen. An einem Punkt stellte ich eine Frage, die er nach kurzem Zögern so beantwortete: „Ja, Herr Schröder, dass weiß ich jetzt auch nicht!“ Aber geben Sie mir einigen Stunden Zeit, ich finde eine Lösung. Wohlgemerkt, die Frage bezog sich nicht auf irgendetwas Allgemeines, sondern auf ein Gebiet, auf dem er der Fachmann ist.

Im Grunde ist es doch ganz simpel. Wir kochen alle nur mit Wasser. Jeder hat auf seinem Gebiet Lücken, kennt nicht alles, weiß nicht alles. Dies zuzugeben steigert die Glaubwürdigkeit und verringert mitnichten das Ansehen der Person sondern erhöht es. In der Regel fühlen wir uns zu solchen Menschen hingezogen, weil wir ihnen Ehrlichkeit unterstellen und uns ihnen näher fühlen als den Besserwissern.

Mitunter schaue ich amüsiert zu, wie diese Besserwisser bluffen, um sich an einer Unterhaltung beteiligen zu können, oder sich einfach nur in der Vordergrund zu spielen. Sie begreifen meiner Meinung nach nicht, dass ihre Unfähigkeit zuzugeben, dass sie etwas nicht wissen, Zweifel an dem, was sie wirklich wissen und können, aufkommen lässt.