Das Ziel der Unternehmen ist es, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass die Mitarbeiter sich dort wohl fühlen. Doch welche Faktoren tragen dazu bei? Ulrich Winterfeld vom Berufsgenossenschaftlichen Institut Arbeit und Beruf in Dresden hat sich diesem Thema in einer Untersuchung angenommen. Er kam dabei zu einigen interessanten Ergebnissen.

An erster Stelle sieht er die Identifikation mit dem Unternehmen und der eigenen Tätigkeit. Ein wenig Stolz sollte schon mitschwingen, wenn der Mitarbeiter von „seiner“ Firma und Tätigkeit spricht. „Mir schaffe beim Daimler“ ist eine der bekannteren Ausdrucksweisen in Baden Württemberg, für eine solche Haltung.

Einen weiteren wichtigen Punkt sieht er in den Gestaltungsmöglichkeiten und Handlungsspielräumen der Mitarbeiter. Wer permanent am Gängelband hängt und sich nur als ausführendes Organ betrachtet, wird auf Dauer lustlos. Innere Kündigung und Krankheiten sind nicht selten die Folge.

Es wurde schon viel über das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatem geschrieben. Auch Winterfeld sieht hier einen entscheidenden Ansatz um die Arbeitsfähigkeit über lange Zeit zu erhalten. Daher sollte es einen Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit geben. Ob es sich um eine freiwillige Tätigkeit in der Gemeinde handelt oder ein ausgiebig betriebenes Hobby, ist gleichgültig. Entscheidend ist der Abstand zur Arbeit. Wer seine Erfüllung ausschließlich in der Arbeit sucht, gleicht einem Menschen mit nur einem Bein. Bricht das Standbein der Arbeit weg, fällt er. Mit einem zweiten Bein wäre das nicht passiert.