Nürnberg plant Spielplätze für Senioren. Mein erster Impuls war, die haben sie nicht mehr p1000367.JPGalle. Aber auch bei wohlwollender Betrachtung stellt sich mir die Frage, ob der Sportbürgermeister Horst Förther, mit der an sich guten Idee etwas für die Nürnberger Senioren zu tun, nicht deutlich am Ziel vorbeirauscht.

Nicht spezielle „Gehege“ für die Alten sind gefragt, sondern integrierte Angebote, die auf die Bedürfnisse Älterer Rücksicht nehmen. Es ist für jemanden wie mich, mit meinen 53 Jahren eine schönere Vorstellung, in einen Park zu gehen, indem alle, von Jung bis Alt, von wild bis ruhig ihren Platz finden, als in der Ecke des Parks eine eigene kleine Spielwiese, vielleicht gar eingezäunt, damit die Bälle der Kinder meine Schachfiguren nicht umkegeln, zu haben.

Und eines wird sogar vollständig ausgeblendet, Senioren meiden in der Regel Angebote die sie als spezielle Zielgruppe festlegen wollen. Nicht umsonst ist der Seniorenteller von den Speisekarten dieser Republik verschwunden.